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Es war gut zu erleben, wie viele Jugendliche aus den Verbänden,
Gemeinden und aus der OMI Runde hinter dem Plakat standen und für
dieses Anliegen auf die Straße gingen. Hinter dem Transparent
sammelten sich aber nicht nur Jugendliche. Auch die VertreterInnen
der KAB, kirchliche Gemeindemitglieder, Pfarrer und die Schwestern
des Erlösers standen hinter der deutlichen Botschaft, die
fremdenfeindlichen Parolen in Schweinfurt klar vom Platz
verwiesen. Beeindruckend war, dass 8000 Bürgerinnen und Bürger aus
Schweinfurt und dem Umland ein überwältigendes Zeugnis ihrer
Überzeugungen ablegten und dass so viele unterschiedliche
Gruppierungen aus dem bunten Schweinfurt zusammen an einem
friedlichen Strang zogen. Sehr beeindruckend auch die Reden bei der
Kundgebung im Anschluss. Ein starkes Zeichen, als der neue
Bürgermeister den türkischen Mitbewohnern und Mitbewohnerinnen auf
türkisch sagte: Wir brauchen euch und ihr seid uns willkommen. Sehr
ehrlich auch die Worte des evangelischen Dekans, der für die Kirchen
sprach und deutlich machte, dass sich beide Kirchen im Naziregime
nicht deutlich genug zu Wort gemeldet hatten. Für die evangelischen
und katholischen Jugendlichen, die den Kundgebungen weit vorne
gefolgt sind war das eine Ermutigung, sich einzumischen, wo die
Menschenwürde in Gefahr ist.
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